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Vögelbeobachten in Myanmar

Mit einer Nord – Süd Ausdehnung von mehr als 2000 Kilometern und einer Habitatvielfalt, die von den Himalayaausläufern im Norden bis zum malayischen Tieflandregenwald reicht, präsentiert sich Myanmar als Traumziel für Vogelbeobachter.

Mehr als 1000 Vogelarten wurden bisher für das Land nachgewiesen. Unter ihnen einige der seltensten Arten unseres Planeten, wie z.B. der Blyth's Tragopan, White-bellied Heron oder Gurney's Pitta. Seit 2003 besteht auch wieder berechtigte Hoffnung, daß die jahrzehntelang als ausgestorben gegoltene Rosenkopfente (Pink-headed Duck) in den unberührten Sumpf-gebieten Nordmyanmars noch existiert.

Doch es sind nicht nur diese Spezialitäten, die den Vogelbeobachter in das ehemalige Birma locken. So sind die Seen im Norden und Osten des Landes ein wichtiges Überwinterungs-gebiet für eine große Zahl von Wasservögeln, wo sich unter die, aus Europa bekannten, Arten Exoten, wie Baer's Pochard, Falcated Duck oder Spot-billed Pelican mischen. In den Trockengebieten im Landesinneren kann man den endemischen White-throated Babbler und die, ebenfalls nur in Myanmar vorkommende Burmese Bushlark beobachten, aber auch viele Greifvogelarten kommen hier vor. Der Mt.Victoria in den Chin Hills wiederum ist die Heimat des Victoria Kleibers, einer Art mit einem winzigen Verbreitungsgebiet, das sich nur über die höheren Lagen zweier Berggipfel erstreckt. (Der deutsche Ornithologe Gerd Heinrich verbrachte in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein halbes Jahr auf diesem Berg, und trug entscheidend zur Erforschung seiner Vogelwelt bei.) Begibt man sich schließlich an die Küsten, erwarten einen nicht nur unberührte Sandstrände, sondern auch diverse Eisvogelarten, typische Mangrovenvögel, wie der Mangrove Whistler, oder der imposante White-bellied Sea-eagle.

Anders als im benachbarten Thailand, wo sich das Land, durch die jährlichen Touristen-ströme, immer mehr dem Westen annähern mußte, ist in Myanmar noch der Charakter des „alten“ Süd-Ost-Asiens erhalten geblieben. Für den Vogelbeobachter bedeutet das, daß kaum einer der oben genannten Orte von Touristen überlaufen ist, und, daß es nahezu überall noch Neues zu entdecken gibt. So werden alljährlich neue Arten für Myanmar nachgewiesen, viele davon von Vogelbeobachtern aus dem Ausland. In den letzten Jahren gelang es Wissenschaftlern im Norden des Landes sogar zwei gänzlich neue Babbler-arten zu entdecken, die gerade erst beschrieben wurden. Wer also gerne die Artenvielfalt Süd-Ost-Asiens kennenlernen möchte und nebenbei noch ein wunderbares Land bereisen will, der wird in Myanmar, dem „Goldenen Land“ tatsächlich sein Traumziel finden.

Kachin Manau Festival

Allgemeine Informationen:
Reisezeit:

Die beste Zeit um in Myanmar Vögel zu beobachten ist von Oktober bis April. Das Klima ist angenehm warm und meist trocken, und man kann nicht nur die heimischen Vogelarten antreffen, sondern auch viele Ost-paläarktische Arten beobachten, die hier überwintern.

Da das Land sehr groß, ist hängt die beste Reisezeit auch auch ein wenig von der genauen Reiseroute ab.

Von Frühsommer bis Herbst ist die Artenvielfalt geringer und das Reisen wird durch die Witterungsverhältnisse (sehr trocken und heiß bis Mai und dann eine intensive Regenzeit) erschwert. Das ist jedoch auch die Zeit des Jahres aus der sehr wenig Information über die Vogelwelt Myanmars vorhanden ist, und dadurch bietet sich hier die Möglichkeit wichtige

Beobachtungsdaten zu sammeln.

White-browed Nuthatch (Sitta victoriae)

Arten:
Für Myanmar nachgewiesen:
ca.1050 Arten
Endemisch (kommen nur in Myanmar vor): 4 Arten

White-browed Nuthatch (Sitta victoriae)

Hooded Treepie (Crypsirina cucullata)

White-throated Babbler (Turdoides gularis)

Burmese Bushlark (Mirafra microptera)

Anm.: 2 erst kürzlich entdeckte Arten, könnten sich ebenfalls als endemisch erweisen.

Bei einer gut geplanten Reise (2 – 3 Wochen) zu erwartende Artenanzahl: 250 – 280 Arten

 

Ziele in Myanmar (eine Auswahl):

Hlawga Park:
Diese große Parkanlage außerhalb Yangons bietet den besten Einstieg für eine vogelkundliche Reise im Land. In einem halben Tag kann man sich hier mit vielen der häufigeren Vogelarten vertraut machen, hat mit etwas Glück aber auch Chancen auf Raritäten, wie Pale-capped Pigeon oder Painted Stork.

Moyungyi Wetland Sanctuary:
Das Wasservogelschutzgebiet, eine halbe Tagesreise von Yangon entfernt, bietet eine große Anzahl von überwinternden Reihern, Enten und Limikolen. Aber auch Greifvögel wie die Elsternweihe (Pied Harrier) sind dort anzutreffen.

Bagan:
Das Weltkulturerbe inmitten des zentralbirmanischen Tieflandes ist ein ausgezeichnetes Gebiet um die Vögel der Trockenzone zu beobachten. Die beiden Endemiten White-throated Babbler und Burmese Bushlark sind hier häufig und es ist einer der besten Plätze weltweit um das seltene White-bellied Minivet zu sehn.

Natmataung Nationalark (Mt.Victoria):
Dieser Nationalpark in den Chin Hills ist nicht nur die Heimat des Viktoriakleibers, sondern er weist auch eine große Vielfalt an Gebirgsarten auf, die zum Teil sonst nur im Himalaya zu beobachten sind. Eine Vielzahl von Babblern, Laubsängern und Schnäppern und die Chancen auf Blyth's Tragopan oder Mrs. Hume's Pheasant, sowie eine komfortable Bungalowanlage machen den Nationalpark zum Hauptziel vieler vogelkundlicher Reisen.

Inle See:
Auf dem Shan Plateau in etwa 1000m Höhe gelegenen, ist der Inle See ein wichtiges Überwinterungsgebiet für viele Wasservögel. Aber auch das umliegende Land bietet interessante Arten, die oft weiter westlich nicht mehr zu sehen sind. Eine der Spezialitäten des Gebietes ist ein kleines Vorkommen des seltenen Jerdon's Bushchat.

Die hier angeführten Ziele sind nur eine kleine Auswahl, allesamt gut erschlossen und mit Ausnahme von Natmataung, bequem zu erreichen. Für abgelegenere Gebiete im Norden oder ganz im Süden des Landes bitten wir um gesonderte Anfragen.

Literatur:
Als Feldführer empfiehlt sich die neue concise edition von:

Craig Robson: „Birds of South-East Asia“, New Holland 2005

 

Organisation:
SST organisiert vogelkundliche Reisen nach Ihren Bedürfnissen und Plänen. Die Agentur kümmert sich um sämtliche organisatorischen Details vor Ort, wie Transport, Unterkunft, Verpflegung und Reiseleitung, sowie um Sondergenehmigungen für schwer erreichbare Gebiete. Geschäftssprache ist grundsätzlich Englisch. Deutschsprachige Reiseleitung ist jedoch, je nach Verfügbarkeit, gegen Aufpreis möglich.

Courtesy of Aaron Ofner


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